Schweinefleisch für Hunde?

Immer wieder kommt die Frage auf, ob der Hund Schweinefleisch fressen darf.
Einige Hundebesitzer empfehlen das sogenannte Barfen und füttern ihr Tier mit Rohfleisch. Das mag bei Hunden mit einer Fertigfutter-Unverträglichkeit eine gute Alternative sein. Allerdings steigt beim Barfen u.a. auch das Risiko einer Salmonelleninfektion.
Erwachsene Schweine sind die einzigen Tiere, die das Aujeszky-Virus übertragen können. Das Schwein kann diesen Virus beherbergen, ohne sichtbare Erkrankung. Bereits beim Kauf von Rinderhack sollte darauf geachtet werden, dass der Fleischwolf nicht zuvor zum Durchdrehen von Schweinefleisch verwendet wurde, da schon kleine Mengen  von Schweinefleisch das Virus enthalten können. Sogar auf dem Hackstock, auf dem der nette Metzger die Rindfleischreste für seine Hundekunden sammelt, sollte zuvor nicht der Verarbeitung von Schweinefleisch gedient haben. Schon kleine Mengen Schweinefleisch können das Virus enthalten.
Die Auswirkung der aujeszkyschen  Krankheit äußert sich durch Ängstlichkeit,
Unruhe, unstillbaren Juckreiz,  und Speichelfluss. Da das Erscheinungsbild  der Tollwut ähnelt, wird es auch „Pseudowut“ genannt.
Gegen diese Erkrankung gibt es keine Impfung. Sie ist auch nicht zu heilen  und endet immer innerhalb weniger Tage tödlich für den Hund. Der Hund muss unsagbare Schmerzen ertragen, da das Gehirn  eines solchen infizierten Hundes förmlich zerfressen wird.
Es ist vorgekommen, dass sich auch Hunde durch getrocknete Schweineohren infiziert haben und daran starben. Leider kann man sich nicht immer darauf verlassen, dass Schweineohren auch tatsächlich bei hohen Temperaturen über 90 Grad getrocknet wurden.
Um dem Risiko zu entgehen, sollte man andere Fleischarten auswählen. Es gibt Anbieter von Hundenahrung, wie z.B. Pet-fit, die ganz auf Schweinefleisch verzichten.