Rohe Eier für Hunde und Katzen?

Immer wieder wird empfohlen, dass man zwei- bis dreimal in der Woche rohe Eier an Hunde und Katzen verfüttern sollte. Der Erfolg für diese Zufütterung soll dann ein glänzendes, prächtiges, samtweiches, geschmeidiges Fell sein.
Weit gefehlt, denn:
Rohe Eier zählen zu den Lebensmitteln, welche Hunde und Katzen erheblich schaden können.
Hunde und Katzen benötigen “Biotin“, auch als Vitamin – H bekannt, welches in der Nahrung vorkommt und zu den Vitaminen gehört. Als Koeenzym wirkt es aktiv im Fettstoffwechsel. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle im Zuckerhaushalt, so dass eine unerlässliche Bedeutung für den Organismus von Hund und Katze unumstritten ist.
Kommt es nun zu einem Biotin-Mangel, werden nicht nur wichtige Stoffwechselprozesse gestört, sondern auch Nährstoffe können nicht gebildet oder abgebaut werden. Das macht sich zunächst in einer verschlechterten Struktur des Fellkleides bemerkbar. Ein weiterer Biotin-Mangel kann dann auch noch schwere Krankheiten auslösen.
Das rohe Eiweiß enthält den Eiweißstoff “Avidin“ und trägt erheblich  zur Haltbarkeit  der Eier bei, indem es antibakteriell wirkt und so die Umgebung des Hühnerembryos vor bakterieller Zersetzung schützt. Doch ist Avidin ein starker Biotinbinder und somit, wie bereits erwähnt, schädlich für den Organismus von Hund und Katze.
Das Eigelb!
Im Eigelb können Salmonellen eingeschlossen sein. Diese vermehren sich besonders gut bei einer ungeeigneten Lagerung der Eier außerhalb des Kühlschrankes. Hinzu kommt noch, dass je älter die Eier sind, desto stärker können sich Salmonellen vermehren. Die Anzahl dieser Bakterien kann sich unter guten Bedingungen alle 20 Minuten verdoppeln. Manchmal sind auch  frische Eier deutlich älter als vom Verkäufer zugegeben.
Doch wie kann der Verbraucher feststellen, ob ein Ei wirklich frisch oder schon älter ist? Nicht selten wird bei der Frische der Eier geschummelt. Es gibt sogar Fälle, dass die Eier laut Auszeichnung so frisch sind, dass sie eigentlich noch gar nicht gelegt wurden.
Frische Eier im Laden:
Wenn sie das Ei zwischen zwei Fingern halten und es kräftig schütteln, dann löst sich bei älteren Eiern mit einer größeren Luftblase das Eiweiß von der Schale, was man deutlich spüren kann. Dieses Ei ist dann nicht mehr so frisch.
Wenn Sie das Ei in ein Glas Wasser legen und es sinkt zu Boden, dann ist es frisch. Würde es schwimmen, dann ist es alt. Allerdings kann ein ganz frisches Ei nicht so gut von einem mittelalten unterschieden werden. Die zuverlässigste Methode ist allerdings, ein Ei auf einem weißen, flachen Teller aufzuschlagen. Die Luftblase sollte extrem klein sein. Der flüssige Teil des Eiweiß fließt über den Teller aus, der gallertartige Teil hält das Eigelb fest in dessen Mitte. Wenn das Ei altert, geht Wasser verloren und die Luftkammer dehnt sich aus. Der gallertartige Anteil des Eiweißbereichs im Eiklar verliert somit Struktur und Dichte. Je stärker das Ei  altert, desto größer wird die Luftkammer und der gallertartige Anteil des Eiweiß verflüssigt sich. So kann schließlich das Eigelb nicht mehr fixiert werden und rutscht ohne Halt in einer klaren Flüssigkeit hin und her.