Dein Freund der Haushund und seine artgerechte Nahrung!

Ob groß oder klein, Irischer Wolfshund oder Chihuahuas, alle unsere Haushunde stammen vom Wolf ab. Das Verdauungssystem des Kleinen wie auch des Großen funktioniert genauso wie das des Stammvaters, des Wolfes. Die im Laufe der Zucht entstandenen Variationen des äußeren Erscheinungsbildes (verschiedene Rassen) hatten keine Auswirkung auf die Anatomie und Physiologie der Verdauungsorgane. Was variiert ist lediglich der Energiebedarf, der sich nach Körpergröße des Hundes richtet.  Spezielle Futtersorten sind daher für die entsprechende Hunderasse nicht nötig. Im Gegenteil, sie können sich sogar schädlich auswirken, wenn die individuellen Bedürfnisse eines jeden Hundes nicht berücksichtigt werden. Wenn Sie das richtige Futter für Ihren Hund aussuchen, sollten Sie viel mehr an die Beschaffenheit Ihres Hundes als an die Rasse denken. Dabei sind Kriterien wie seine Umwelt, wie aktiv er ist, ob er unter Krankheiten leidet oder unverträglich ist, zu berücksichtigen. Seine gesamte Kondition spielt dabei eine große Rolle.
Unser Haushund ist wie der Wolf, sein Vorfahre, ein Beutefresser.  Wölfe spezialisieren sich auf bestimmte, leicht erjagbare Beutetiere. Die bevorzugten Beutetiere in Mäusejahren sind Wühlmäuse und Lemminge. Diese sind besonders Fett- und Proteinreich. Wobei aber auch Wildschweine, Rehe oder Elche zu Beutetieren werden. Vögel, vor allem Hühnervögel zählen zu den sekundären Beutetieren. Nur gelegentlich werden Fische und Reptilien erbeutet. Die Beutetiere liefern viel hochwertiges Eiweiß und Fett in Form des Muskelfleisches, aber auch fettlösliche Vitamine und Spurenelemente in Form von Organen (Leber Nieren), Mineralstoffe wie Kalzium mit den Knochen, Natrium mit dem Blut, wasserlösliche Vitamine sowie einen kleinen Anteil an Fasern mit dem Darminhalt. Die schwerverdaulichen Teile wie ganz harte Knochen, Sehnen, Haut, Haare und Mageninhalt bleiben übrig. Gelegentlich nimmt ein Wolf auch grüne Pflanzenteile und vor allem Beeren (Brombeeren Heidelbeeren, Preiselbeeren) zu sich.
Wenn Sie also Ihren Hund richtig ernähren wollen, dann sollten Sie sich an der Speisekarte des Wolfes orientieren. Das bedeutet: Der Hauptanteil sollte aus hochverdaulichen tierischen Eiweiß bestehen. Dabei sollte der Anteil an Organen etwa 1/5 ausmachen. Jedoch reicht Fleisch allein nicht aus sondern muss durch einen entsprechenden Anteil an pflanzlicher Kost sowie durch Beigaben von Vitaminen und Mineralstoffen, im richtigen Verhältnis zu einander und zu anderen Nährstoffen ergänzt werden.
Den Hund als Allesfresser (Omnivore) zu betrachten und ihn nach menschlichen Bedürfnissen zu ernähren ist also falsch.
Es kommt nicht selten vor, das der Hund mal seine Nahrung verweigert, obwohl er einen gesunden Eindruck macht. Kein Grund zur Aufregung. Bieten Sie ihm keinesfalls etwas anderes an. Der Appetit ist nicht immer gleich. Der Hund würde in der Natur sowieso Fastentage einlegen um seinen Organismus zu entgiften, was vollkommen normal ist. Würden Sie ihn mit einem Leckerli oder anderen Futter zum Essen animieren, dann nehmen Sie ihm seinen für den Organismus wichtigen Fastentag weg. Außerdem erziehen Sie ihn dann zu einem heiklen Fresser, denn er würde daraus lernen:“ Wenn ich mein Essen verweigere, dann bekomme ich etwas besonderes Leckeres!“
Die landläufige Meinung, der Hund benötigt Abwechslung in seinem „Speiseplan“ ist nicht richtig und führt zur “Vermenschlichung“ des Hundes. Hunde sind von Natur aus Beutefresser. Sehen wir uns die Zusammensetzung und die Inhaltstoffe der ursprünglichen Beutetiere von Wölfen an, dann können wir uns etwas Eintönigeres kaum vorstellen. Es ist für den Hund völlig normal, jeden Tag das gleiche Menü zu bekommen.
Wir Menschen brauchen die Abwechslung, weil wir gemischte Kost zu uns nehmen. Das ist vom Ernährungstyp her  so konzipiert. Unser Hund, der Beutefresser aber nicht. Er hat einen sehr kurzen und damit auch leider störungsanfälligen Magen-Darm-Trakt. Häufige und vielleicht auch noch schnelle Wechsel der Nahrungszusammensetzung können eher schaden als von Nutzen sein.
Das Verdauungssystem unseres Hundes, dem Beutefresser ist darauf aufgebaut,  Nahrung in immer gleicher Qualität zu bekommen. Beutetiere haben alle 100% gleiche Zusammensetzung.